Magnesiumdüngung im Aquarium
Magnesium ist Bestandteil des Chlorophylls und damit direkt an der Photosynthese beteiligt. Im Leitungswasser steht es meist im Verhältnis zu Calcium (Ca:Mg) — ein häufiger Richtwert ist etwa 3–4:1 nach Masse; ist das Verhältnis deutlich höher, gilt gezielte Magnesiumdüngung als sinnvolle Ergänzung.
Ist Bittersalz dasselbe wie Magnesiumsulfat?
Ja. Bittersalz ist schlicht der Trivialname für Magnesiumsulfat-Heptahydrat (MgSO₄·7H₂O) — dieselbe Verbindung, egal ob sie in der Apotheke, Drogerie oder als Gartendünger verkauft wird.
Warum steht auf der Packung nur ~16 % Magnesiumoxid — wo ist der Rest?
Weil ein großer Teil der Masse aus Kristallwasser besteht, das bei der Kristallisation fest ins Salz eingebunden wird — keine Verunreinigung, sondern Bestandteil der chemischen Formel. Heptahydrat (7 Wassermoleküle je Formeleinheit) hat eine Molmasse von 246,47 g/mol, davon sind 9,86 % Magnesium bzw. 16,35 % Magnesiumoxid (MgO, die auf Düngemitteln übliche Deklarationsform). Der Rest verteilt sich auf Sulfat und das Kristallwasser.
Wie viel Bittersalz brauche ich?
Für +5 mg/l Magnesium in 100 Liter Wechselwasser (0,5 g Magnesium gesamt) braucht es bei 9,86 % Mg-Anteil rund 5 g Bittersalz.
Technisches Bittersalz vom Baumarkt oder Apotheken-Qualität?
Beides ist chemisch dieselbe Verbindung; entscheidend ist, ob es sich vollständig und rückstandsfrei löst. Technische Ware aus dem Baumarkt/Gartenbedarf kommt ohne Analysezertifikat, ist für die üblichen Aquariendosen aber unkritisch — solange sie sich klar auflöst und keine Zusätze (Rieselhilfen, Färbung) enthält. Wer es genau wissen will, greift zur deklarierten Apotheken- oder Laborqualität.
Eine Falle beim Ausweichen auf Gartendünger: Kieserit
Kieserit ist ebenfalls Magnesiumsulfat, aber als Monohydrat (nur 1 Wassermolekül statt 7) — dadurch mit 17,56 % fast doppelt so viel Magnesium pro Gramm wie Bittersalz (Faktor 1,78). Wer aus Kostengründen auf Kieserit-Gartendünger ausweicht und ihn nach der Bittersalz-Dosierung abwiegt, überdosiert entsprechend. Für die Aquariendüngung ist explizit als Bittersalz/Epsom-Salz deklariertes Magnesiumsulfat-Heptahydrat die unkompliziertere Wahl.
Häufige Fragen
Ist Bittersalz dasselbe wie Magnesiumsulfat?
Ja. Bittersalz ist schlicht der Trivialname für Magnesiumsulfat-Heptahydrat (MgSO4·7H2O) — dieselbe Verbindung, egal ob sie in der Apotheke, Drogerie oder als Gartendünger verkauft wird.
Warum steht auf der Packung nur ein Bruchteil Magnesium?
Weil ein großer Teil der Masse aus Kristallwasser besteht, das fest ins Salz eingebunden ist — keine Verunreinigung, sondern Bestandteil der chemischen Formel. Heptahydrat enthält 9,86 % Magnesium bzw. 16,35 % Magnesiumoxid (MgO); der Rest verteilt sich auf Sulfat und das Kristallwasser.
Wie viel Bittersalz brauche ich für eine bestimmte Magnesium-Erhöhung?
Für +5 mg/l Magnesium in 100 Liter Wechselwasser (0,5 g Magnesium gesamt) braucht es bei 9,86 % Mg-Anteil rund 5 g Bittersalz.
Kann ich Kieserit aus dem Gartenbedarf statt Bittersalz nehmen?
Nicht ohne Anpassung. Kieserit ist ebenfalls Magnesiumsulfat, aber als Monohydrat mit 17,56 % Magnesium — fast doppelt so viel pro Gramm wie Bittersalz (Faktor 1,78). Wer es nach der Bittersalz-Dosierung abwiegt, überdosiert entsprechend.
Technisches Bittersalz vom Baumarkt oder Apotheken-Qualität — worauf achten?
Beides ist chemisch dieselbe Verbindung. Entscheidend ist, ob es sich vollständig und rückstandsfrei löst und keine Zusätze wie Rieselhilfen oder Färbung enthält — nicht die Herkunft.
Rechner nutzen, um die passende Magnesium-Dosis für dein eigenes Becken auszurechnen.